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Geistiger Mittagstisch – Eichstätt im Spannungsfeld von Humanismus, Reformation und Rekatholisierung

12. Juli 2017 Beginn: 12.15 Uhr
Ort: Eichstätt, Dom, Hauptportal

Steinernes Manifest: Grabdenkmäler des Domes
Referentin:   Dr. Claudia Grund, Eichstätt
Gebühr:         2,-- €
Dauer:           ca. 20 Min
Treffpunkt:    Eichstätt, Dom, Hauptportal

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen des Wittenberger Augustinermönchs Martin Luther. Aus der ursprünglichen Absicht der Reformierung von Glaube und Kirche entstanden, führten sie schließlich zur Glaubensspaltung und bewirkten nicht nur eine geistig-geistliche, sondern auch eine gesellschaftliche Revolution in Deutschland. Direkt nach Luthers Thesenanschlag rückt Eichstätt kurzfristig in den Focus der reformatorischen Diskussion. Es ist ein Professor der Universität Ingolstadt, Johannes Eck, der den erbitterten Diskus mit Luther führt und letztendlich den Kirchenbann erwirkt, den wiederum Bischof Gabriel von Eyb als erster deutscher Bischof veröffentlicht.

Unter Bischof Gabriel von Eyb wurde Eichstätt zu einem Zentrum der Sepulkralskulptur. Der Augsburger Bildhauer Loy Hering und seine Werkstatt schufen insbesondere für den Dom Vielzahl von Denkmälern, deren Themen als steinernes Manifest für den alten Glauben und gegen das neue Gedankengut verstanden werden lönnen.